Ukrainischer Ingenieur will Flugzeuge mit Rettungskapsel ausstatten

Die Idee, ein außer Kontrolle geratenes Flugzeug mit einem Fallschirm, zumindest für die Passagiere sicher zu Boden zu bringen, ist nicht gänzlich neu. Bei Kleinflugzeugen ist diese Technologie bereits seit einigen Jahren im Einsatz und sogar der „Ultra Light Jet“ Sirrus 50 kann inzwischen mit einem Rettungsfallschirm ausgerüstet werden.

Neu an dem Patent des ukrainischen Ingenieurs Wladimir Tatarenko ist der Einsatz bei großen Verkehrsmaschinen unter Verwendung einer Rettungskapsel. Diese soll sich bei einem drohenden Crash vom Rest des Flugzeugs lösen und dank Fallschirm mit niedriger Geschwindigkeit in Richtung Boden gleiten.

Realisierungshürden

Tatarenko selbst rechnet nicht mit einer baldigen Serienproduktion seines Systems. Zuerst müsste die Technologie noch ausreichend getestet und ausgefeilt werden, was enorme Investitionen notwendig macht. Für die Airlines selbst, wäre eine Umrüstung mit  hohen Investitionskosten verbunden. Dazu kommt, dass sich das Raumangebot reduzieren, sowie der Treibstoffverbrauch (Zusatzgewicht) erhöhen würde.  

Chancen

Ein Großteil der Flugkatastrophen ist nach wie vor auf menschliches Versagen, gefolgt von mechanischen Gründen und Wetterproblemen zurückzuführen. Hier könnte das Konzept von Tatarenko durchaus lebensrettend sein.

Er selbst verweist darauf, dass bei terroristischen Anschlägen, Raketenangriffen und Bomben an Bord selbstverständlich auch diese Maßnahme nicht mehr für eine sichere Landung sorgen kann. Für Passagiere mit Flugangst wäre der Gedanke an eine Notfall-Rettungskapsel  wohl sehr beruhigend. Dadurch könnten die Airlines eventuell von zusätzlichen Passagieren profitieren, welche bisher auf andere Verkehrsmittel ausgewichen sind.

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